Kirche in Rottelsdorf
Die alte Dorfkirche mit ihrem Satteldach-Turm ist den beiden Aposteln Simon und Judas gewidmet. Anfangs des 13. Jahrhunderts wurde diese romanische Kirche errichtet, allerdings soll der Turm aus dem 12. Jahrhundert stammen.
Als das Dorf während des Dreißigjährigen Krieges verödet und entvölkert war, wurden während dieser Zeit von der Soldateska 2 Kirchenglocken entführt.
Das zinnerne Taufbecken ist vom Jahre 1741 und wird bis in die Gegenwart genutzt. Der südliche Anbau an das Kirchenschiff stammt laut Jahreszahl von 1742. Umgebaut wurde die Kirche 1750 und 1911 wurden 2 Glocken gestiftet.
Im 1. Weltkrieg 1917 verblieb nur die kleinste Glocke auf dem Turm.
1928 wurde die Orgel renoviert. In der Kirche befindet sich ein spätgotischer Schnitzaltar.
Kirche in Bösenburg
In Bösenburg auf dem Burgberg thront die alte ehrwürdige Dorfkirche. Ihr Name ist Sankt Michael. Als Wehrkirche wurde sie einst auf dem Burgberg im Gelände einer ehemaligen Fluchtburg errichtet. Es ist ein Felssteinbau, bestehend aus einem rechteckigen Schiff und einem Querturm mit Zeltdach. Dieser Turm hat kleinere Rund- u. Schlitzfenster. Die Nordseite von Turm u. Schiff ist fensterlos. In ihrem heutigen Aussehen stammt die Kirche bzw. der Turm aus dem 12. Jahrhundert und das Schiff aus dem 13. Jahrhundert. Allerdings weist der Name des Reiterheiligen „Michael“ in das 8./9. Jahrh. zurück.
1763 fand man in der Kirche in der Rückwand des Altarschreins einen Zettel mit Namen von Steinmetzen. Diese wurden in ihrer alten Heimat Ölmütz in Böhmen vertrieben und siedelten sich hier an, wo sie wieder ein Betätigungsfeld fanden.
In der Kirche befindet sich eine 8-eckige steinerne Taufe und eine hölzerne Hufeisenempore.
Windpark
Am Ortseingang befindet sich der Windpark. Weithin sichtbar die 22 Windräder, wovon 14 der Gemeinde Rottelsdorf gehören. Das Projekt Rottelsdorf der OST-Wind-Gruppe besteht seit 1999. Mit diesen Windrädern werden insgesamt 22000 Haushalte in Rottelsdorf und Umgebung mit klimafreundlichen Windstrom versorgt.
Museumshof
Der heutige Museumshof war einst Besitz des Großgrundbesitzers Max Reußner und seiner Familie. Das Gutshaus wurde etwa zwischen 1840 – 1850 erbaut. 1946 wurde die Familie im Zuge der Bodenreform enteignet. Nach der Wende konnte die Gemeinde den alten zum Teil stark reparaturbedürftigen Hof von der BVVG abkaufen, um ihn für die Gemeinde zu erhalten. Man entschied sich aus ihm einen Museumshof entstehen zu lassen. Im Agrarmuseum, daß hier untergebracht ist, können die Besucher ein Stück DDR-Geschichte erleben. So wird eine Zweirad-Ausstellung mit 35 Motorrädern zu sehen sein. Demonstriert wird auch die Entwicklung der Traktoren von 1945 – 1990. Ein Heimatmuseum ist ebenfalls untergebracht.